21.10.2017

Kellerführung - durch die historischen Gewölbe

11:00 Uhr ~ Anmeldung erforderlich!Preis inklusive dreiteiliger Weinprobe im Keller 17,-...


04.11.2017

Sensorik II-Seminar mit Martin Darting

Sensorik II-Seminar mit Martin Darting!  Das Seminar für Weinfreaks. Selbstverständlich...


02.12.2017

Die "VDP.Lange Nacht der offenen Weinkeller“ des VDP-Pfalz

17.00 Uhr - 23.00 Uhr Wir präsentieren Ihnen eine Auswahl unserer Weine in den Kellern unseres...


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Der Jahrgang 2016

Das Jahr 2016 war geprägt von wechselhaftem und teilweise extremem Wetter.

Der Winter war vergleichsweise mild, weshalb wir von Winterfrostschäden verschont blieben. Im Frühjahr lagen die Temperaturen im langjährigen Mittel.

Der Austrieb der Reben war somit auch wie im Schnitt der letzten Jahre. Glücklicherweise wurden wir auch vom Spätfrost während der Eisheiligen verschont. Aufgrund der starken Niederschläge um die Blüte herum bei gleichzeitig hohen Temperaturen wuchsen die Reben sehr gut. Trotzdem verspätete sich die Blüte im Vergleich zum langjährigen Mittel um 8 Tage.

Die hohen Niederschläge in Mai und Juni gepaart mit den erhöhten Temperaturen führten zu einem noch nie dagewesenen Peronospora (falscher Mehltau) Druck. Selbst Winzer mit Jahrzehntelanger Berufserfahrung konnten sich an solche Ausmaße nicht erinnern. Peronospora ist ein Pilzerreger, der sowohl Blätter wie auch Blüten befällt. Die Blätter vergilben teilweise oder ganz, wodurch es zu einem Abfall der Photosyntheserate und somit auch zu einer verzögerten Reife kommt. Befällt der Pilz die Blüten kommt es zu Ertragseinbußen bis zum Totalausfall. Auch die jungen Beeren sind noch sehr anfällig, sie trocknen aus und die Beerenschale wird Lederartig hart, was dazu führt, dass man solche Beeren bei der Lese ausselektieren muss. In den flacheren Lagen unterhalb der Weinstraße kam es durch die Peronospora auch bei uns zu leichten Ertragseinbußen. Auch in dieser Situation zeigte sich wieder einmal, welche Vorteile die Toplagen des Betriebes haben, hier kam es zu deutlich weniger Infektionen.Um so erfreulicher, dass 80% der Betriebsfläche in solchen Lagen zu finden sind. Allerdings mussten auch diese Weinberge öfter behandelt werden als in den vergangenen Jahren, um die Ernte zu sichern.

Der anhaltende Regen führte aber auch dazu, dass der Boden sehr stark aufgeweicht wurde. Hier zahlte sich unser langjähriges biologisches Arbeiten aus. Die lockere Bodenstruktur führte zu einem guten Wasserabfluss in den Unterboden. Die Begrünung half uns mit ihrem starken Wuchs, den Wasserverbrauch hoch zu halten und nicht zuletzt die Reben nutzten das zur Verfügung stehende Wasser aus und wuchsen kräftiger denn je. Auf das verregnete Frühjahr folgte ein warmer trockener Sommer, die Durchschnittstemperatur lag in Juli und August gut 1,5 Grad und im September sogar 3,1 Grad Celsius über dem langjährigen Mittel. Hierdurch wurde das Ausreifen der Trauben begünstigt und die schlimmsten Befürchtungen in Hoffnung auf einen guten Jahrgang verwandelt.

Ende August kam es noch zu einigen sehr heißen und sonnenintensiven Tagen, sodass vereinzelt auch noch Sonnenbrand an den Trauben auftrat. Aufgrund dieser Tatsachen blicken wir auf ein sehr arbeitsintensives Jahr zurück, in dem sich wieder einmal zeigte, dass kein Jahr wie das andere ist und nur durch akribisches Arbeiten optimale Qualitäten geerntet werden können.

Die Lese begann bei uns am 10. September, etwas später als 2015, aber früher als wir zunächst berechnet hatten. Je nach Lage, kam es im Reifeverlauf zu einer Verlangsamung der Zuckereinlagerung in die Trauben. In vielen Fällen waren wir nicht nur einmal sondern mehrfach im gleichen Weinberg um immer nur das Beste an Traubenmaterial mitzunehmen und die verbleibenden Trauben weiter reifen zu lassen und zu einem späteren Zeitpunkt zu lesen. Insgesamt waren wir mit bis zu 40 Lesehelfern in den Weinbergen unterwegs, aufgrund der Teilweise notwendigen Selektion und den vielen Lesedurchgängen zog sich die Lese trotzdem bis in den November. Mit zwei Monaten Traubenlese waren wir 2-3 Wochen länger unterwegs als in den vergangenen Jahren. Ein großer Aufwand der uns viel abverlangte, aber mit tollen Weinen belohnt wurde.

Die 2016er Riesling-Jungweine präsentieren sich schlanker als die 2015er, ohne aber flach oder langweilig zu wirken. Die Frucht ist klar und frisch und die Säure lebendig, ohne jedoch zu aggressiv zu wirken. Die Burgundersorten Die ersten Rebsortenweine sind bereits auf dem Markt und stehen in unserer Vinothek für Sie zum Verkosten bereit. Kommen Sie vorbei und überzeugen Sie sich selbst von der tollen Qualität des Jahrgangs!

 

Der Jahrgang 2015

2015 - Erst ein Wechselbad der Gefühle, dann ein großer Jahrgang!

Nach dem milden Winter kam der Austrieb sehr früh.

Trotzdem blieben die Anlagen von Frost verschont - sehr zu unserer Freude. Der schöne Witterungsverlauf und die frühe Blüte ließen schon eine sehr frühe Lese erahnen. Im laufe des Hochsommers kamen dann noch die sehr heißen Temperaturen hinzu. Für die Weinstöcke in den normalen Weinbergslagen war es schon zu heiß. Die Pflanzen stellten das Wachstum und die Ausreifung ein. Sodass sich die Traubenreife wieder nach hinten verzögerte.

Ein sehr schöner Nebeneffekt der großen Hitze war, das der Schädling "Kirschessigfliege", die 2014 das erste Mal massiv auftrat, in diesem Jahr kaum Schaden anrichten konnte.

Durch kühle, regenreiche Tage in der 2. Augusthälfte kam der Jahrgang wieder zu einer Ausgewogenheit.

Der Erntebeginn war sehr früh in der ersten Septemberwoche. Die Gradation der Trauben war gut und es wurde fortlaufend gelesen, um Trauben mit gesunder Säurestruktur einbringen zu können.

Um den 20. September kam dann wieder der Regen und geringe Temperaturen (unter 10°C). Die Lesemannschaften mussten tageweise pausieren. Einige Weinberge konnten noch vor dem Regen gerettet werden. Wiederum andere Lagen waren noch nicht reif genug und sind durch das viele Wasser wieder um eine Woche im Reifegradationsporzess nach hinten geworfen worden.

Erst Anfang Oktober konnte es dann weitergehehn in der Lese! Mittlerweile waren auch die Rieslinge hochreif und bekamen eine gute Struktur, einen üppigen Körper, satte Frucht und eine angenehm milde Säure!

Jetzt konnten viele Weine hochkarätig der Reihe nach "eingesammelt" werden. Es blieb nun auch die Zeit im goldenen Oktoberwetter viele edelsüße Spezialitäten herauszuarbeiten und zu ernten - nach 2011 ein weiterer großer Süßweinjahrgang!

Alles in allem ein starkes Jahr mit vielen Großen Weinen! Freuen Sie sich mit uns darauf!!

 

 

Der Jahrgang 2014

Der Jahrgang 2014 - eine neue Herausforderung!

Das Weinjahr 2014 begann sehr früh, im Vergleich der letzten Jahrzehnte. Durch den vergangenen, milden Winter ist 2014 sehr früh gestartet.

Der Austrieb erfolgte in der ersten Aprilwoche und die Blüte Ende Mai. Das sehr warme Wetter im Juni führte zu einer weiteren Reifezunahme. Die teilweise schon sehr heißen Temperaturen erinnerten an den Frühsommer 2003.

Diesem Frühsommer folgte dann aber im Juli der Regen. Zunächst sehnsüchtig herbeigewünscht, waren der Spätjuli und der August dann sehr nass und kalt. Dadurch hatte sich die Frühausreifung der Trauben verlangsamt und ist in "normalere" Dimensionen zurügekehrt. Der Erntebeginn wurde im Laufe des August auf Mitte September prognostiziert.

Nach den ersten Vorlesen setzte Mitte September der Regen wieder ein und brachte erneute Feuchtigkeit in die Rebanlagen. In der Folgezeit musste stark selektiert werden und der gleichzeitig Reife- und Gesundheitsstand der Trauben kontrolliert werden.

Dadurch sind bei einigen Weinen die tatsächlich geernteten Mengen wiederum geringer als in trockenen Jahren.Im Keller konnten dann Weine mit einem ausgewogenen Reife-/Säureverhältnis auf die Kelter gebracht werden. Viele Moste konnten wieder spontan vergoren werden. Nach dem Abzug von den Grobhefen zeigen sich die Weine schon Charakterstark und delikat.

Das Ergebnis im Geschmacksspektrum ist sehr vielversprechend und die frühen Weine zeigen eine begeisternde Art

Insgesamt kann man im Fazit sagen ein toller Jahrgang mit ganz eigener Stilistik!

 

 

 

Der Jahrgang 2013

Der Herbst 2013 war geprägt von dem Motto „kurz, aber intensiv“!

Die Lese begann zunächst vereinzelt in der letzten Septemberwoche. Grund für den späten Lesebeginn war das kühle und verregnete Frühjahr, das zu einer späten Blüte führte. Auch die warmen Wochen im Juli und August konnten den Reiferückstand nicht wettmachen, so dass vor Ende September  nicht an Ernte zu denken war.

Ab dem 1. Oktober stand dann die Lesemannschaft in voller Mannstärke von 35 Personen bereit. In der ersten Lesewoche wurden zunächst Sauvignon Blanc und die weißen Burgundersorten geerntet.

Nach einem verregneten ersten Wochenende im Oktober mit erhöhtem Niederschlag nahm die Lesegeschwindigkeit gehörig an Fahrt auf. Viele Weinberge zeigten "den Druck des Wetters".

Ab der zweiten Oktoberwoche begann auch die Lese der Rieslinge. Die größte Herausforderung im Herbst 2013 lag im optimalen Lesetermin für jede Rebsorte und jeden einzelnen Wingert. Das Ziel war, jede Lage mit bestmöglicher Reife und größtmöglicher Gesundheit zu ernten.

In vielen Lagen kam die Negativvorlese zur Anwendung, bei der faule Trauben entfernt wurden, um den verbleibenden gesunden Trauben noch ein paar Tage mehr zum Reifen zu geben.

Im Kelterhaus und im Keller stieg das Arbeitspensum nach einem ruhigen Einstieg deutlich an. Im Gegensatz zu normalen Jahrgängen kam deutlich mehr Lesegut pro Tag auf die Pressen, die häufig bis spät in die Nacht in Betrieb waren. Auch gab es Sortiermaßnahmen - die bis in die späten Abendstunden dauerten.

Zum Ende kam die Hauptlese bereits Mitte der vierten Oktoberwoche – ein Herbst in Rekordzeit. Die Großen Lagen waren im Keller – nicht in der erhofften Menge, aber in sehr guter Qualität. Ende Oktober konnten auch in einigen Toplagen noch Auslesen und Beerenauslesen mit gesunder Botrytis - Edelfäule -  geerntet werden.

Nun hoffen wir noch auf eine baldige Eisweinernte beim Muskateller. Die Trauben für diese Spezialität hängen noch!

Die ersten Verkostungen der Jungweine zeigen sehr gute, jahrgangsbetonte Weine. 

 

 
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